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Minimalismus und Vereinfachung bei Deiner Kleidung

von Bärbel Schulz

Seit Jahren, als ich mich immer mehr mit Minimalismus beschäftigte, kümmerte ich mich natürlich auch um meinen Kleiderschrank. Von ehemals bunten Kleidungsstücken, die ich nach und nach entfernte, landete ich bei einfarbigen Kleidungsstücken. Mittlerweile sind auch bei meinem Mann nur noch blaue, graue, schwarze und weiße Klamotten im Kleiderschrank zu finden.

Wer weniger hat, spart Zeit beim suchen - 
Einfachheit bei der Suche nach den passenden Klamotten

Wir haben nicht nur die Farben radikal reduziert, sondern auch die Stücke ingesamt. Die Farben sind gut miteinander kombinierbar (alles mit allem möglich) und machen uns so nicht mehr den Streß morgens das Richtige zu finden oder Abends zum Ausgehen.

Vorbei die Zeiten, in denen mein Mann mich immer wieder fragte, ob die eine oder Krawatte zu dem jeweiligen Hemd passt (das waren im Rückblick teilweise echt schräge Kombinationen). Auch bei den 3 Krawatten die er hat, haben wir die einfarbigen Varianten gewählt. Er trägt gerne ein weißes Hemd oder hochwertige karierte Hemden die nicht schnell ausbleichen (Charles Tyrwhitt können wir sehr empfehlen), ich mittlerweile gerne weiße Blusen. Die Auswahl machen wir den Abend davor oder morgens. Lange dauert die Zusammenstellung nie.

Bei der Auswahl der Bettwäsche (jeweils 1 Paar) und den Bade-und Handtüchern sind wir genauso verfahren.

Wer wenig Kleidung hat, kann für die wenigeren Stücke mehr Qualität kaufen

Ein schönes Gefühl haben wir bei der Umstellung auf Minimalismus gleich mit verinnerlicht. Wenn Du nicht 3 Sakkos, 3 Blusen oder 5 Röcke kaufst, sondern nur 1 oder 2 kannst Du überlegen, ob Du nicht etwas mehr in Deine Lieblingsstücke investierst.

Du solltest jedes Teil Deines Kleiderschranks gerne anziehen, ja sogar lieben. Uns geht es so. Ich gebe aber zu, dass ich es als wir anfingen auszuräumen nicht glauben konnte, mit so wenigen Stücken zurecht zu kommen. Wir hatten vorher jeweils 3 Meter Schrankfläche in der Länge und 2,40 Meter in der Höhe.

Einfachheit in der Pflege 

Du wirst Dich wundern, aber wenn Du Dich beobachtest, wirst Du merken, dass Du auch jetzt schon immer wieder die gleichen Sachen gerne anziehst. Das geht den meisten Menschen so. ca. 80% werden kaum bis nie getragen. Bei Umstellung auf einen minimalistischen Kleidungsstil wird das nicht mehr der Fall sein.

Wenn die Sachen mit der Zeit "getragen aussehen", nutzen wir schon seit geraumer Zeit die Möglichkeit,  die Sachen selbst zu färben. Du kannst es mit der Handwäsche machen oder in der Waschmaschine. Die Färbemittel erhältst Du in der Drogerie oder im Supermarkt. Mit einem Einsatz von ca. 7 Euro kannst Du einige Kleidungsstücke nachfärben. Das Resultat wird Dich verwundern. Gerade an den Kragen, wo die Farbe oft durch die natürlich Reibung nachlässt, frischt Du es auf, als ob es neu ist. Seit wir qualitativ hochwertigere Sachen kaufen, merkt gerade mein Mann, dass er nicht mehr so schnell ausgefranste Ärmel oder erste Löcher im Kragenbereich hat.

Mein Mann schwört übrigens auf Kleidung von Charles Tyrwhitt aus England. Die Firma bietet oft Angebote, bei denen die hochwertigen Hemden (und Anderes) deutlich reduziert sind. Manchmal lohnt es sich zu warten. Wenn Du einmal bestellt hast erhältst Du in regelmäßigen Abständen Kataloge und Gutscheine, sowie Aktionsangebote.

Wir tragen gerne weiße Oberteile. Mit Oxi kannst Du die Hemden und Blusen (und natürlich auch alles Andere) wieder aufhellen.

Ich wünsche Euch viel Freude bei der Reduzierung Eures Stoffberges, viel Spaß mit den Stücken, die ihr habt und an der guten Qualität.

Ich freue mich auch über Eure Reaktionen.


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