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Ziel: einfacher und entspannter leben - ein Fahrplan

Warum sehnen sich immer mehr Menschen Minimalismus herbei?

Die Definitionen dazu sind ja unterschiedlich. Für den einen sind es wirklich die maximal 100 Dinge, die man in sein Leben lässt (Freundin oder Freund nicht mitgerechnet :)). Für den Anderen ist es eher die Trennung von allem, was einen nicht glücklich macht.

In der tat ist es bei allen, die diesen Weg "zum weniger" gegangen sind, eine befreiende Erfahrung. Wir wollen Euch heute einzelne (mögliche Schritte) aufzeigen, sozusagen einen Bauplan zu einem befreiteren Leben (wie Du es Dir vielleicht wünschst):

Entrümpeln - erst einmal alles, was uns ins Auge fällt

Bevor wir uns um alles Digitale, dem wir uns nachher noch widmen, kümmern, müssen wir das, was uns ins Auge springt (und meistens nervt oder belastet) kümmern.

Fange im Uhrzeigersinn an Dich um den ersten Raum zu kümmern, den Du von allem Unnötigen befreien möchtest. Du arbeitest Dich von Ecke zu Ecke und lässt nichts aussen vor.

Am besten arbeitest Du mit folgendem Sammelprinzip:
1) Müllbeutel - für das, was Du direkt entsorgen möchtest
2) Gelber Sack - für alles, was recycelt werden kann
3) Karton - für den Papiermüll
4) Karton - für das Schöne, was auch in Zukunft einen Platz in Deinem Zuhause haben soll
5) Sack - für Altkleider und Schuhe
6) Karton - für die Dinge, die Du noch nicht in die ersten 5 plazieren möchtest. Schreibe auf diesen Karton ein Datum: das Datum in 6 Monaten als Verfallsdatum. Du stellst diesen Karton ersteinmal zur Seite. Wenn Du Dich nach 6 Monaten diesem Karton wieder zuwendest, wirst Du wahrscheinlich merken, dass Du es nicht brauchst und die Sachen entweder verschenkt, verkauft oder in den Müll wandern können.

Räume alles konsequent aus und entscheide, was damit passieren soll. Das sorgt anfangs für Chaos und ist in der tat viel Arbeit. Die Arbeit lohnt sich aber.

Das Radikalprinzip, das schnell freien Blick schafft (bei dem aber die Arbeit danach kommt) ist, alles auszuräumen,  in eine riesige Kiste zu legen und nachdem Du alle Flächen gewischt und gesäubert hast, die Sachen, die wieder einen Platz bekommen sollen, aus der riesigen Kiste zu holen.  Dieses Prinzip eignet sich für diejenigen, die schnell ein schönes Gefühl bekommen wollen.

Nehme Dir nie zuviel vor

Wir neigen oft dazu uns zu überfordern, indem wir einfach zuviel auf einmal wollen. Ein Raum pro Tag (oder für 2 Tage) ist schon viel. Nimm Dir nie mehr als 1 Raum vor, sonst kommt der Frust. Fange eher kleiner an - Du kennst Dich am besten. Viele nehmen sich eine Schublade oder ein Regal vor. Wir haben das "Prinzip Raum für Raum" geprobt und waren damit sehr zufrieden.

Sonderthema Kleidung

Wir haben alle immer nie was zum anziehen? Du wirst staunen, wie viel Du hast. Wenn Du den Artikel zum Extremminimalismus gelesen hast, siehst Du, mit wie wenig man auskommt. Der Schlüssel liegt darin, dass viel miteinander kombiniert werden kann. Gerade unifarbene Kleidung ist zeitlos und kann mit vielen anderen Kleidungsstücken gut kombiniert werden.

Wer wenig Kleidung hat, ist gezwungen, keine Wäscheberge entstehen zu lassen. Also weder Stau vor der Waschmaschine oder nachher auf dem Bügelberg. Du machst Dir Druck, der Dir aber hilft, Sauberkeit um Dich herum zu haben.

Sortiere aus, was Dich nicht regelmäßig glücklich macht

Die Hose, die nicht mehr passt, das T-Shirt, das mal cool war, aber eingelaufen, der Rock der schon lange nicht mehr modern ist, an dem aber Erinnerungen hängen. Überlege, was Du davon regelmäßig nutzt. Welche Kleidungsstücke machen Dich glücklich? Ja, meine das erst, höre auf Deinen Bauch, denn Ziel ist es, dass Dich nur noch Sachen umgeben, die Dich glücklich machen.

Entscheide konsequent: Es ist schön dem Traum nachzuhängen, wieder in die alte Hose, das Hemd oder sonst was reinzupassen. Unterschätze Dein Unterbewusstsein nicht, dass Dich (meistens unbewusst) deprimiert, dass Du da nicht mehr reinpasst. Du kannst Dir jederzeit etwas Neues kaufen und wenn Du 3 Kleidergrößen schmaler geworden bist, macht es umso mehr Freude Dich neu einzukleiden. Also sei konsequent und sortiere aus. Viele stellen ihre komplette Garderobe in diesem Versuch um, sortieren radikal alles (ausser das, was sie gerade anhaben) aus und decken sich neu ein. Fühlt sich an, wie ein neues Leben - und ist es ja auch irgendwie.

Fortschritte sehen

Du kommst gut voran. Widmest Dich Raum für Raum. Jeder Raum hat seine Besonderheiten. Je mehr in die Kisten oder die Tüten, die das Haus später verlassen, wandern, umso freier wirst Du Dich fühlen. Tiegel, Proben, Packungen aus dem Bad, Zeitschriften aus dem Wohnzimmer, Dekoschnickschnack, kleine und große Figuren, längt veraltete Fachinformationen, Flyer, Hefte, zu enge Klamotten, der 2. oder 3. CD-Player oder Fernseher, der alte PC - für den Einen oder Anderen wird es Zeit Sperrmüll anzumelden.

Frage immer: "brauche ich das wirklich"

und wenn Du der Meinung bist: "ja!", dann frage, wann Du es das letzte Mal benutzt hast. Vielleicht ergibt sich dann die Frage diesmal mit einer anderen Antwort. Wir alle sind so aufgewachsen, dass mehr - immer besser ist. Das Gegenteil ist die richtige Antwort.

Besonderheit Bücher

Viele kennen es aus eigener Erfahrung. Bücher sind toll - und werden es immer für die Fans von bedrucktem Papier sein. Über die 100 Dinge kommt man damit schnell. Fakt ist aber auch, dass unter den vielen Büchern, die Du vielleicht im Regal hast, zwar tolle Bücher sind, Du sie aber vielleicht nie wieder lesen wirst, weil Du sie ja bereits kennst. Suche Dir die Bücher raus, die Du immer wieder gerne zur Hand nimmst. Den Rest überprüfe, ob Du sie wirklich behalten möchtest. Wenn Du einen Bibliothek in der Nähe hast, können auch andere Menschen davon profitieren, wenn Du sie spendest - und Du hast, wenn Du Sehnsucht nach dem Buch hast, die Möglichkeit es wieder zur Hand zu nehmen und auszuleihen. Eine Überlegung ist es wert.

Konzentriere Dich bei Allem auf das, was Du (wirklich) benutzt

3 Tacker, 2 Locher, 56 Stifte .... Der Schreibtisch ist etwas, wo sich (auch) viel sammelt. Suche Dir von den vielen Dingen die Schönsten aus. Unsere Erfahrung zeigt, dass gerade bei der Vielzahl der Kugelschreiber viele anfangen zu hadern. Fällt es bei 3 Tackern leicht, die 2 Tacker, die sowieso schlecht in der Hand lagen oder ständig klemmten, wegzuschmeissen, wollen die Meisten keinen der 56 Kugelschreiber weggeben (man könnte sie ja nach und nach aufbrauchen). Wirklich? Die Hälfte davon wird, wenn Du einen neuen Stift brauchst, vertrocknet sein. Werbegeschenke liegen oft nicht wirklich gut in der Hand .... es gibt 1.000 gute Gründe hier auch konsequent auszumisten.

Behalte nur das, was Du wirklich regelmäßig benutzt. Der Rest ist in der Regel Staubfänger und / oder Müll.

Was mache ich mit Akten und Co.

Jetzt geht es schon ans Eingemachte. Wir alle sammeln Sachen in Ordnern. In viele Ordner schauen wir nie wieder. Wir haben Dinge aus Ausbildung, Studium und teilweise Schulzeit aussortiert. Diese Unterlagen braucht keiner (oder wann hast Du das letzte Mal reingeschaut). Die Unterlagen, die Du nicht im Original benötigst kannst Du scannen und auf einer externen Festplatte gut sortiert für die Zukunft verwahren. Der gescannte Beleg kann dann weg. Verfahre aber bei Deinen Dateien genauso wie beim aufräumen der Zimmer. Was Du nichts brauchst, kommt weg.

Du kommst voran und merkst, wie es Stück für Stück befreit

Du hast bereits viel Arbeit hinter Dir. Du durchkämmst nach und nach die Räume, freust Dich über freie Flächen und weisst endlich, was sich alles in den Schränken und hinter Türen und sonst wo verbirgt. Du hast Dich wahrscheinlich über das Eine oder Andere seit Jahren nicht gesehene Utensil gefreut, Geld gefunden (war bei uns so, als wir auf einmal 2.500 Euro aus einem Autoverkauf von damals wiederfanden) oder einfach nur eine Erinnerung wieder eingefangen. Aufräumen befreit. Mit Minimalismus gelingt uns das dauerhaft. Bleib dabei.

Bleibt das Digitale ....

Du hast konsequent aufgeräumt - vielleicht (oder wahrscheinlich) bist Du jetzt noch nicht Minimalist - aber auf einem sehr guten Weg dahin. Du lebst in einem aufgeräumt(er)en Zuhause und merkst, wie gut das tut. Dort wo wenig rumsteht (nutzt Du eigentlich wirklich alle Möbel oder könnte das die nächste Aktion sein?) putzt man lieber. Eine Skipiste mit Bäumen bringt schließlich auch nicht so viel Spaß wie: freie Bahn.

Ein Schlüssel liegt in multifunktionalen Dingen, das heißt, Dinge, die man für mehrere Sachen benutzen kann oder Multifunktionstools. Du wirst mit der Zeit immer kreativer, was das betrifft - probiere einfach viel aus und reduziere immer weiter.

Jetzt hast Du das meiste Störende aus dem Blickfeld gebracht - was bleibt ist das Digitale.

Hier mistest Du am besten als nächstes aus. 1.700 Dokumente und 15.000 Bilder, Grafiken .... 45 Apps auf dem Smartphone und 3 unterschiedliche Mailprogramme (musste man ja mal alle ausprobieren und hat sich dann doch für Gmail über den Browser oder Spark fürs Tablet entschieden.

Auf unseren Festplatten liegt mindestens genauso viel Müll rum - und das ganz oft vollkommen unsortiert. Hier aufzuräumen kann zu einer schlimmeren Arbeit werden, als bei den Räumen, die Du nun hinter Dir hast.

Fang einfach an - lösche alle Apps, die Du nicht nutzt

Wir fangen mit dem Einfachsten an: Lösche das, was Du nicht nutzst. Lösche alle Apps, die Du nicht verwendest. Fasse Apps, die Du nutzst in Gruppen zusammen (dort wo es geht). Deine Bildschirme, ob auf dem Smartphone, Tablet oder Rechner sollten so weit es geht "sauber" sein. Nicht immer sind Programme oder Apps besser als die Browserversion.

Nach dieser, vielleicht doch recht einfacheren Arbeit, geht es die Dokumente und Bilder. Gehe sie konsequent nach und nach durch, wenn Du nicht weisst, was dahintersteckt. Nutze die Möglichkeit der Vorschau - und lösche konsequent, alles, für das Du keine Verwendung mehr hast.

Bring Einfachheit in Deine To Do´s

Das Äussere und selbst das Digitale hast Du jetzt geschafft. Kommen wir zur Organisation Deiner Dinge. Du kennst unseren Rat: Immer nur einen "Posteingang" für Aufgaben. Das heißt: Nicht hier einen Notiz handschriftlich und ab und zu einmal digital oder als Mail an Dich selbst. Dein Unterbewusstsein spielt da nicht mit.

Nutze konsequent nur ein Medium. Entweder Papier oder eine App wie Remember the milk oder wunderlist. Dort kommt alles, sofort rein. Ein Rat: das, was Du sofort ohne Probleme umsetzen kannst, schreib nicht auf, sondern mache es - jetzt ! - umgehend ! - soooofoooort !. Es ist immer besser, dass weniger, als zuviel auf Deiner Liste landet. Frage Dich auch jedes mal, ob Du das wirklich machen musst, oder ob es nicht delegiert werden kann.

Fernsehen, Social Network und Internet sind Zeiträuber 

... und Du lebst deutlich besser, wenn Du die Zeiten dafür drastisch einschränkst. Begrenze die Zeit für das Arbeiten am Rechner (auf ein Minimum), überlege, ob Du Facebook und Co. wirklich brauchst und überlege, ob Dir fernsehen etwas bringt.

Wir leben damit teilweise so selbstverständlich und ohne das zu hinterfragen. Probiere es aus:
Fernsehen abschaffen: Du merkst, wie sich die Zeit auf einmal ausdehnt. Du kannst diese Dinge mit schönen und sinnvollen Dingen füllen. Genauso ist es mit Facebook oder das ziellose surfen.

Schränke den Nachrichtenkonsum ein

... und merke, was es mit Dir macht. Die wichtigsten Nachrichten erreichen Dich so oder so. Selten wird über etwas Schönes berichtet - das ist leider so. Du lässt damit über die Hintertür viel Negatives in Dein Leben. Probiere es einfach aus, das zu ändern.


Weniger Dinge, mehr Zeit für´s Wesentliche

Du hast auf einmal mehr Zeit, die Dir vorher geraubt wurde, ohne, dass Du es richtig gemerkt hast. Du füllst Dein Leben und Deine Zeit künftig mehr mit Dingen, die Dich stärken. Vielleicht entdeckst Du ein neues Hobby, verbringst mehr Zeit mit Deiner Familie oder Freunden (statt auf Facebook und vor der Glotze), machst mehr Sport oder Du reist mehr.

Bleib am Ball - declutter - entrümpel weiter und befreie Dich immer weiter von Dingen, die Dir nicht so gut tun. So wie die Japaner, die mit dem Prinzip "Kaizen" versuchen immer besser zu werden, sollte das ein regelmäßiger Prozess bei Dir sein.

Wir freuen uns über Eure Erfahrungen, die Ihr gesammelt habt und über Ideen und Anregungen.

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