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Sich perfekt organisieren nach Mark Forster (UK)

Unter dem Namen Mark Forster stellen sich alle ersteinmal den Sänger vor. Auch wenn man seine Suchmaschine (ja, ich weiss, wir nerven, wenn wir immer wieder auf Ecosia.de als Suchmaschine hinweisen ;)), bemüht, findet man meistens nur auf den ersten Seiten erst etwas vom deutschen Mark Forster.

Derjenige, von dem wir heute schreiben wollen, ist ein Organisationsspezialist aus Großbritannien und bei uns bisher noch recht unbekannt. Leider zu unrecht. Er hat einige Modelle entwickelt, eins davon wollen wir Euch vorstellen, weil wir selber damit arbeiten und es sehr gut finden. Die beiden anderen Modelle haben uns nicht so zugesagt.

Wie bei dem Autor von Getting Things Done, verfolgt auch Mark Forster das Prinzip "alles zu notieren" um das Unterbewusstsein zu entlasten. Es beruhigt ungemein, zu wissen, dass man nichts vergessen kann, weil es notiert ist. Du führst also ein Notizbuch und einen Kalender für Deine Termine.

In Deinem Notizbbuch werden alle (!) Aufgaben notiert. Wir finden den Ansatz von GTD gut, den ersten Handlungsschritt dort festzuhalten als nur den Oberbegriff. "Bauprojekt Scheune" überfordert uns, wenn dort der 1. Handlungsschritt "Projekt Scheune: Architekten Kühlbohrer Tel. 0251-111444555 anrufen" steht, können wir direkt handeln. Das macht die Abarbeitung einfacher.

Mark Forster rät zu einem Notizbuch mit Linien (23-24). Wir nutzen eins ohne Linien und sind genauso zufrieden. Das Notizbuch gehst Du mindestens einmal (!) am Tag durch. Wir fangen nachdem wir durch sind wieder von vorne an und schaffen damit unglaublich viel den Tag über.

Wie man seine Aufgaben nach Mark Forster abarbeitet

Im 1. Schritt überfliegst Du die 1. Seite Deines Notizbuchs. Bei dem 2. Schritt gehst Du die Aufgaben auf der 1. Seite durch und die Aufgabe, die Dich anfliegt, begeistert oder eben einfach nur aufdrängt wird bearbeitet. Besteht diese Aufgabe aus mehreren Teilschritten, kannst Du entscheiden, ob Du die Aufgabe vollständig erledigst oder nur Teilschritte davon. Sobald Du mindestens einen Teilschritt erledigt hast, schreibst Du Aufgabe ans Ende Deiner (vielleicht langen) Aufgabenliste (auf eine neue freie Seite). Die Aufgabe wird von der Seite auf der Du gerade arbeitest gestrichen.

Dann schaust Du auf der gleichen Seite nach weiteren Aufgaben, die erledigt werden wollen (und an denen Du Lust hast jetzt zu arbeiten). Keine Sorge, die eine oder andere Augabe wird Dich anspringen. Wenn dies keine Aufgabe macht, kannst Du, wenn Du mindestens eine Aufgabe auf der Seite erledigt hast, zur nächsten Seite weitergehen. Auch hier das gleiche Prinzip:

- Seite überfliegen,
- dann Aufgaben nach und nach durchschauen und die Aufgaben bearbeiten, die Du jetzt gerne bearbeiten möchtest.
- angefangene Aufgaben werden auf der aktuellen Seite gestrichen und ans Ende der Liste (wahrscheinlich ein paar Seiten weiter) gesetzt.
- erledigte Aufgaben werden gestrichen

Was passiert, wenn ich keine Aufgabe finde, die mich "anspringt"

Wenn Dich keine Aufgabe auf der Seite anspringt, werden alle Aufgaben mit einem Textmarker gestrichen. Entweder ist die Zeit der Aufgabe noch nicht reif oder der Leidensdruck noch nicht so groß, sie zu erledigen. Durch die Markierung fällt aber die Aufschieberitis auch gleich ins Auge. Verloren ist die Aufgabe nicht, weil Du sie gesehen hast und bewusst entschieden hast, sie noch nicht zu erledigen. Beim nächsten Durchgang wird sie Dich "wieder nerven", bis sie Dich irgendwann nicht mehr nervt, weil Du ihr den Gar ausgemacht hast.

So arbeitest Du Dich nach und nach durch Dein Notizbuch und erledigst erstaunlich viele Sachen. Mit jedem Durchstreichen hebt sich die Laune. Das was in vielen Foren zu lesen ist, können wir bestätigen: Diese Form der Abarbeitung macht süchtig.

Trage wirklich alles ein - auch wieder kehrende Dinge

Wir händeln es genauso. Selbst die Erinnerung an den täglichen Grünen Tee, den Hausputz oder die tägliche Durchsicht der Kundenkartei stehen in unserem Notizbuch.

Es ist ein "Sicheres System" für Dein Unterbewusstsein, weil es darauf vertrauen kann, dass die Aufgaben (und damit eingegangenen Verpflichtungen) notiert sind und nicht verloren gehen. Die Wochenübersicht nach GTD war uns zu unsicher. Das System von Mark Forster funktioniert in unseren Augen auch so gut, weil es etwas Spielerisches hat (ich picke mir jetzt mal eine Aufgabe raus - uuuund erledigt - uuuund gestrichen).
Wir arbeiten gerne mit diesem System und wünschen Euch damit sehr viel Spaß.

Und noch ein kurzer Hinweis: Das, was unser Leben schöner macht, sollte immer auch notiert werden, so verlierst Du vor lauter Arbeitsvorgängen nicht den Spaß aus den Augen.

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