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Serie: Bewusster (und nachhaltiger) Leben: Bewusst für eine Bank entscheiden

Fast jeder von uns verfügt über mindestens ein Konto. Viele machen sich keine grossen Gedanken über die Bank, bei der sie ihr Konto führen. Kosten (sicherlich ein Thema (es soll möglichst kostenfrei sein)) und die Bequemlichkeit sich mit Bargeld zu versorgen (wieviele Geldautomaten kann ich kostenlos nutzen), stehen im Regelfall ganz weit oben bei den "Prüfkriterien", wenn man sich für ein Konto entscheidet.

Einige stellen sich aber auch die Frage: Was machen "die" eigentlich mit meinem Geld? Möchte ich Kredite an Pharmakonzerne oder Chemieriesen, die z.B. Pestizide herstellen, unterstützen oder Unternehmen, die die Ausbeutung in der 3. Welt für sich nutzen? Diese Unternehmen nutzen neben der Kreditbeschaffung über Anleihen eben auch Kredite bei den tradionellen Banken.. Wer das ausschliessen möchte, macht sich auf die Suche nach Banken, die diese Geschäftsmodelle nicht unterstützen.

Der Blick fällt dann schnell auf Sparkassen oder die Volks- und Raiffeisenbanken. Um die Region zu unterstützen sind diese Gruppe von Banken eine gute Alternative und sicherlich sinnvoller als den großen Geschäftsbanken, Deutsche Bank, Commerzbank, Hypo, Postbank und Co. weitere Unterstützung zukommen zu lassen. Wer aber ganz sicher gehen will, geht zu einer Bank, die sich ganz klar zu sozialen und ethischen Kriterien verpflichtet hat oder keine Konten für Unternehmen führt.

In Deutschland gibt es derzeit 4 Banken mit ganz klaren ethischen und sozialen Kriterien:

Die GLS Bank (Link zur Bank) (Link zur Philospohie der Bank)



Die Ethikbank (Link zur Bank) (Link zur Philospohie der Bank)



Triodos Bank (deutsche Niederlassung der niederländischen Triodos Bank) (Link zur Bank) (Link zur Philospohie der Bank)



Die Umweltbank (Link zur Bank) (Link zur Philospohie der Bank) - diese Bank führt keine Girokonten

Alternativen : Sparkassen, Volks-und Raiffeisenbank vor Ort, Landesbanken (und deren Tochterinstiuite).




Eine sehr gute Alternative zu den klassischen Sparkassen und Volks-und Raiffeisenbanken sind die ebenfalls genossenschaftlichen Post Spar und Darlehensvereine (PSD Banken). Es gibt davon 15 regionale Banken, alle nur für Privatkunden. Für uns neben den ausgewiesenen ethisch-sozialen Banken erste Wahl. Da die PSD keine Konten für Unternehmen führt und eine reine Privatkundenbank ist, besteht dort auch nicht die Gefahr, dass dort Unternehmen finanziert werden, denen ihr Euer Geld nicht leihen würdet.

Nutzt Euer Geld sinnvoll (selbst wenn ihr nicht viel davon habt, nutzen die Banken den sogenannten "Bodensatz" - also die kleinen Restbeträge auf den Konten, um sie als Kredite zu verleihen. Solltet ihr Dispozinsen zahlen, fließen diese direkt der Bank zu und stärken deren Geschäftsmodell.

Entscheidet Euch am besten für eine genossenschaftlich organiserte Bank - ihr seid dann auch nicht nur Kunde, sondern auch gleichzeitig Mitglied dieser Bank - gut für die Gesellschaft und ein beruhigendes Gefühl gibt es dazu.

Ein besonderes Thema, wenn ihr gerne Optionsscheine, Zertifikate und Co. handelt: Auch die Genossenschaftsbanken bieten Depots an. Bei der Auswahl der Wertpapiere könnt ihr die Anlagen nehmen, die über die DZ Bank (Zentrale der Genossenschaftsbanken) herausgegeben werden.

Zum Konditionsvergleich der ethischen Banken geht es hier (die PSD Bank ist nicht im Vergleich - das Girokonto dort ist kostenlos)

Mehr zum Thema:

Wer eine kirchliche Bank sucht, die ethisch agiert und der katholischen Ordensgemeinschaft der Steyler Missionare  gehört, für den könnte die Steyler Ethik Bank eine Alternative sein : Profil der Steyler Ethik Bank  /// Homepage der Bank

Kampagne von attac: Krötenwanderung

Die besten Ökobanken 

5 Argumente gegen konventionelle Banken

Ethische Banken - darum lohnt sich der Wechsel 

"Mehr Transparenz geht nicht" Artikel in der ZEIT






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