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Aussteigen - die Serie Teil 3: Warum Multitasking kein Vorteil ist



Vielleicht kennen Sie das Plakat, dass eine ganze Zeit an den Autobahnen stand: "Und wer fährt?": Ein Mann der mit Vielem beschäftigt ist, nur nicht mit dem Autofahren.

Noch vor einer ganzen Zeit galt es als besonders toll, multitaskingfähig zu sein, Frauen ja noch mehr als Männer. Ist das nicht toll, dass ich während ich eine eMail schreibe, fernsehen gucken, Radio hören und sonstwas noch alles kann. Das ist doch wirklich klasse.... Besonders beliebt ist auch das SMS-Schreiben beim Autofahren. Leider sind aber auch Frauen nicht wirklich fürs Multitasking gemacht - vielleicht können wir uns auf die Gespräche die im Wohnzimmer stattfinden (während wir in der Küche sind) konzentrieren, dann sind wir aber nicht voll bei der Sache der wir uns widmen sollten.

Multitasking ist eine Folge unser immer schneller werdenden Gesellschaft - das "ich will immer noch mehr (schaffen), in noch weniger Zeit", treibt uns an. Wir schicken uns dabei in ein Rad, was manchmal nur schwer anzuhalten ist - oder angehalten wird, weil der Körper irgendwann rebelliert. Das sollte keiner von uns wollen.

Die Langsamkeit wiederentdecken

Haben Sie einmal Menschen beobachtet, die Dinge in Ruhe erledigen, nein, der langsame Rentner auf der Landstraße vor uns ist dabei nicht gemeint, vielmehr diejenigen, die, anders als wir es sonst kennen, ausnahmsweise ungestresst sind. Sie sind Ruhepole und strahlen genau dies aus: Ruhe.

Machen Sie Ihre persönlichen Versuche und entdecken Sie den Wert der Langsamkeit wieder. Geschwindigkeit, wie wir sie kennen, gibt es seit der Industrialisierung, in der Zeit in der auch Sprüche wie "Zeit ist Geld" geprägt wurden. Wir alle sind im Grunde so geprägt, dass wir beschäftigt sein wollen, immer, überall und am liebsten mit 3 Dingen (mindestens) gleichzeitig.

Was ist der Wert, wenn wir unser Leben umstellen, das Glas Wein in Ruhe geniessen, die Mittagspause geniessen und etwas verlängern, statt ein Sandwich "runterzuschlingen", sich endlich auf nur eine Sache zur gleichen Zeit konzentrieren? Sie werden innerlich ruhiger und aufgeräumter. Sie machen Dinge komplett fertig, bis wirklich alle Handgriffe erledigt sind, weil Sie garnicht durch die anderen Dinge, die sie parallel machen wollen, abgelenkt werden können.

Sich auf das, was gerade vor Ihnen liegt, zu konzentrieren ist ein großer Schritt in Richtung loslassen: Ein Stück weit das hektische Leben, dass Sie gar nicht nötig haben, ein Stück weit lernen Sie auch, dass Sie nicht alle Erwartungen erfüllen müssen und auch nicht können. Tun Sie sich Gutes und gegen Sie jeder Tätigkeit, die Zuwendung, die Zeit, die Ruhe, die sie verdient hat.



Bildquelle: Dreamstime.com

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