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Mehr Sinn ins Leben bringen - weniger Zeit mit ungeliebten Dingen verbringen


Wir denken, unser heutige Eintrag passt sehr gut zum Jahresanfang - wir nehmen ja Jahreswechsel gerne zum Anlass, Dinge verändern zu wollen - die guten Vorsätze eben.

Das muss man nicht machen - das sollte man auch nicht machen - damit ist nicht gemeint gute Vorsätze zu fassen, den Wunsch umzusetzen Dinge nun anders zu machen - nein, damit ist gemeint : nicht nur zu Silvester kann man das tun, man sollte es dann tun, wenn es einem gut tut oder wenn der Körper einem sagt, dass man etwas "hurtig" ändern sollte, zum Beispiel bevor der Herzinfarkt droht.

Ich berichte heute einmal von mir und hoffe Sie können den einen oder anderen Denkanstoß daraus ziehen.

Ich war lange Zeit in einer Bank tätig, die letzten 5 Jahre davon als Führungskraft. Im Juni letztes Jahres entschloß ich mich, mein Leben neu zu ordnen, ihm in der tat, mehr Sinn zu geben. Die Erfahrungen die ich die letzte Zeit gemacht habe, haben mich manchmal selbst erschreckt, obwohl ich sie bei meinem Stiefvater, als er in den Vorruhestand ging, genauso beobachtet hatte.

Es war nicht selten, dass ich Arbeitstage von 7 Uhr bis 22.30 Uhr hatte. Nach dem Arbeitstag blieb nicht mehr viel für andere Dinge; eine Situation die Beziehungen sehr schnell gefährden kann - aber nicht nur die, sondern dadurch, dass das Leben auf einmal einseitig ist, auch andere Dinge.

Wir werden demnächst auf unseren Seiten ein Buch vorstellen, dass den provokativen Titel "4 Stunden Arbeitswoche" trägt - natürlich reißerisch formuliert. Dieses Buch soll Denkanstöße geben.

Wie sieht es eigentlich aus, wenn man sein Arbeitsleben auf ein Minimum versucht zu reduzieren ? Die meisten denken dabei sicherlich zuerst an das geringere Einkommen.

Ich finde viel wichtiger darüber nachzudenken:
Was mache ich mit der vielen Zeit die überleibt, wenn ich z.B. am Tag nur eine Stunde arbeite, mir die 3 dringensten, die 3 wichtigsten Dinge vornehme, durchführe, und dann die restliche Zeit "für mich" habe.

Kann ich mich beschäftigen ? Hej, sagt der Bauch, Du hast jetzt richtig Zeit für die Dinge, die Dir Spaß bringen. Aber was bringt mir Spaß, wo habe ich ein tolles Gefühl, ein Gefühl aktiv zu leben, mir einen Mehrwert zu schaffen?

Den meisten wird es so gehen wie mir. Wir haben verlernt auf unsere Wünsche zu hören, weil Arbeit das bestimmende Element geworden ist. Wenn wir nicht "produktiv" sind, fühlen wir uns nicht wohl.

Ich habe das, wie gesagt, bei meinem Stiefvater, der mühsam lernen musste, sich mit der Zeit die ihm jetzt blieb, zu beschäftigen.

Wir müssen hier genau das anders definieren. Die meisten Menschen machen den ganzen Arbeitstag Dinge, an denen sie häufig keine große Freude haben. Nein ! Der Gedanke, dass Arbeit schmerzen muss ist aber vollkommen falsch!

Wenn Sie angestellt sind, wird es schwierig sein unseren Rat von heute umzusetzen; ausgeschlossen ist es beileibe nicht, aber ich merke, wenn ich an den Bürotagen, an denen ich Publikumsverkehr habe, versuche den Tag sinnvoll zu gestalten, diese Übung deutlich schwerer umzusetzen ist, als vom Homeoffice aus.

Ein Tip für den Anfang : Nehmen Sie sich die 3 größten Brocken des Tages vor zuerst abzuarbeiten. Das sollten Sie in einer Stunde schaffen (Arbeit dehnt sich ja immer soweit aus, wie man ihr Zeit einräumt - testen Sie es, Sie werden es bestätigen). Wir kennen es ja bei Arbeiten die wir so lange wie es geht vor uns hergeschoben hat, der Kunde kommt zu dem Termin in 2 Stunden und wir sind, um die Arbeit fertig zu bekommen so kreativ und schnell wie selten zuvor.

Die restliche Zeit beschäftigen Sie sich mit Dingen, die Ihnen einen Mehrwert, eine Freude geben. Dieses Blog ist im übrigen auch aus diesem Projekt entstanden. Wir sind produktiv, aber als Arbeit sehen wir es nicht an, weil es uns einfach nur Spaß bringt. Sie werden auf einmal viele Dinge wiederentdecken, die Ihr Leben anreichern. Es ist ein Schritt aus dem Hamsterrad in dem sich die meisten befinden.

Sie werden merken, dass 1. die drei Aufgaben, gar nicht mehr so großen Streß und Frust verursachen, weil es ja "nur 3 Aufgaben" sind und 2. deutlich entspannter sein. Das Gefühl mehr Zeit zu haben macht sie ruhiger, auf einmal ist der Anruf des Freundes und die Einladung zum Bier kein Streß mehr (weil man ja so viel zu tun hat), das kochen am Abend bringt Freude, weil man sich den Tag über Gedanken gemacht hat, was man kochen möchte und welche Zutaten ich nachher in der Mittagspause besorge.

Die Beispiele ließen sich endlos fortsetzen. Die Kritiker, die sagen, dass sich das nicht umsetzen läßt, sind aufgerufen einmal nachzudenken, wie man es in seiner persönlichen Situation am besten darstellen könnte. Das es gelingt, zeigen die Beispiele der Blogmacher von einfach schön leben. Wir haben es so umgesetzt.

Wir werden uns in Zukunft noch häufiger mit diesem Thema beschäftigen. Bleiben Sie uns treu. Die Kurzusammenfassung erhalten Sie hier:

Umsetzung:
1) Räumen Sie der unangenehmen Arbeit künfitg nur noch eine Stunde am Tag ein

2) listen Sie die 3 größten Brocken des Tages auf Ihrer Liste auf (und nehmen Sie dafür einen kleinen Zettel - bei einem großen Zettel landen schnell mehr To Dos drauf, was den Rat gleich wieder kaputt macht, weil Sie ins gleiche Schema zurückfallen). Niemals mehr als 3 Brocken aufschreiben, wenn Sie mehrere Problemfälle haben, entscheiden Sie welche die 3 größten sind.

3) führen Sie "die blöden 3" zuerst durch - das macht den Kopf frei.

4) nun haben Sie den Kopf frei für die schönen Dinge, schreiben Sie ein Blog ;), lesen Sie interessante Artikel, stöbern Sie bei Wikipedia, planen Sie den Abend mit Ihrer Liebsten, den nächsten Urlaub, plauschen Sie ungezwungener mit Ihren Arbeitskollegen.

Noch ein Schlußsatz zum Geld verdienen: Halten Sie sich immer vor Augen, dass Sie 80% Ihres Gewinns mit 20% Ihrer Kunden machen. Indem Sie sich auf die 20% konzentrieren, sparen Sie unter Umständen ja bereits 80% Zeit. Ups, nun war es doch mehr als nur ein Schlußsatz.

Wir wünschen Ihnen gute Erfahrungen mit diesem Versuch.

Mehr zu den Themen Zen Things Done, Getting Things Done und die 4 Stunden Arbeitswoche demnächst und immer wieder bei uns.

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