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4 Stunden Arbeitswoche von Tim Ferriss (Teil 5)

E wie Eiliminieren

Die ersten Sätze haben mich sehr schockiert - weil ich selber die ganze Zeit immer und immer mehr versucht habe, noch mehr Aufgaben in der vorhandenen Zeit zu erledigen, immer mehr Arbeitsorganistion, noch mehr den Kalender durchstylen und technischen Schnickschnack zum Organisieren des Tages anschaffen.

Tim beginnt sehr enstpannt mit klaren Worten zum Thema Zeitmananagement : Vergessen Sie´s! Es ist keine gute Idee, jeden Tag mehr zu tun und jede verfügbare Sekunde mit irgendeiner geschäftigen Tätigkeit verplanen zu wollen. Ich habe lange gebraucht, um das zu begreifen. Ich war früher ein großer Fan der "Viel bringt viel" Methode, schreibt er weiter.

Eindrucksvoll widment er sich (uns), die alle paar Minuten den Blackberry zücken um wichtig nach Mails zu schauen, die den Lieblingssatz "Ich bin zu beschäftigt" vor sich hinbrabbeln ... alles wahr.

Er nimmt in diesem Kapitel das erste mal Bezug zu dem Thema "Ziel Telearbeitsplatz" oder "Homeoffice" für Angestellte als klares Ziel (auch, weil es dann nicht auffällt wenn Sie die Zeit zuhause nun besser für sich nutzen können, weil sie produktiver geworden sind, weil sie sich nur noch um das Wesentliche kümmern).

Und wieder macht er einen Schlenker zu uns, die wir unsere Tage organisieren, so natürlich auch gerade die, die auch ihr Outlook mit diversen Regeln und Ordnern "organisiert" haben um alles "in die rechte Bahn" zu lenken. Richtigerweise bringt es uns nichts, weil die Mails nicht weniger werden und nur weil sie nun in Ordnern sind, trotzdem gelesen und bearbeitet weren müssen. Ziel muss es sein, viel davon zu ELIMINIEREN. Wie viele Organistionsratgeber rät auch Tim dazu Dinge zu bündeln um sie zügiger abzuarbeiten (und 2 mal am Tag nach den Mails zu sehen ist deutlich effektiver als alle 30 Minuten oder 1 mal die Stunde). Tim liest seine Mails im übrigen nur einmal die Woche und hat einen Autoresponder eingerichtet, der die eMail Schreiber darauf hinweist. Dazu in einem anderen Kapitel mehr (für alle, die sagen, dass das für sie undenkbar wäre, weil sie sonst Kunden verlieren oder Vorgesetzte verärgern).

Und dann kommt Pareto ins Spiel und wie man sich von den 80% Überflüssigem befreit. Er geht noch weiter und behauptet, dass bei einigen das Verhältnis sogar bei 90/10 oder 95/5 liegt.

Es ist konsequent und befreit ungemein, wenn man das 80/20 Pareto Prinzip konsequent und in allen Bereichen anwendet, z.B. warum kümmere ich mich um die 20% der Kunden, die mir am meisten Ertrag bringen nicht vorrangig, muss ich wirklich so viele Nachrichten konsumieren - man kann es wirklich auf alle Lebensbereiche anwenden und sollte es nicht nur bei einmal belassen, sondern sich laufend fragen, ob es angemessen ist, seine Zeit damit zu ver(sch)wenden.

Er beschreibt nachfolgend wie er es in seiner Firma umgesetzt hat (u.a. auch damit, dass er sich primär um die 20% seiner TOP-Kunden gekümmert hat). Manchmal ist es schmerzlich sich von etwas zu trennen, aber das Leben ist danach vielleicht einfacher, wenn sie den unangenehmen "Meckerkunden" (mit wenig Umsatz und mehr Beschwerden als Aufträgen) endlich los sind.



Lesen Sie weiter bei : Die Achtstunden-Illusion und das Parkinon´sche Gesetz

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